In deinem Inneren ist eine Quelle, die nie versiegt, wenn du nur zu graben verstehst.

(Mark Aurel)

Angst- und Panikstörungen

Welche Rolle spielen Lebenserfahrungen bei Ängsten und Depressionen?

In einer Studie der Virginia Commonwealth University (VCU), USA, wurden eineiige Zwillinge, die unter Ängsten und Depressionen litten, über fünf bis sechs Jahre hinweg untersucht. Als eineiige Zwillinge brachten sie gleichen genetischen Dispositionen mit und sie wurden in das gleiche familiäre Umfeld geboren. Ihre Umwelten änderten sich später jedoch sodass sie sich auseinanderentwickelten und andere Lebensstile, Ernährungsgewohnheiten oder Freunde hatten. Das Team beobachte, dass sich die vorhergesagte Ausprägung der Angst- und Depressionssymptome immer mehr auseinanderentwickelte, je älter die Zwillinge wurden. Ab dem Alter von etwa 60 Jahren entwickelten sie sich aber nicht mehr weiter auseinander. Außerdem stellten sie fest, dass Erfahrungen mit der Umwelt ab dem mittleren Erwachsenenalter eine wichtige Rolle bei stabilen und vorhersagbaren interindividuellen Unterschieden von Ängsten und Depressionen spielen. Die Studie zeigt, dass neben unseren Genen auch unsere Lebenserfahrungen einen wichtigen Einfluss auf unsere Neigung Ängste und Depressionen auszubilden haben. „What this study shows is that to a substantial degree, ‘you are what you have experienced.’ That is, your life history stays with you in impacting on your background book, for good or for ill,” (Kendler, a.a.O.)*.

Quelle:

http://www.news.vcu.edu/news/VCU_Study_We_Are_What_We_Experience



* Was diese Studie zeigt, ist, wie sehr ,Der Mensch ist, was er erlebt hat.’ Das heißt, Ihre Lebensgeschichte begleitet Sie und beeinflusst sie im Hintergrund (übersetzung durch d.V.)