In deinem Inneren ist eine Quelle, die nie versiegt, wenn du nur zu graben verstehst.

(Mark Aurel)

Psychosomatik

Gebrochene Herzen verursachen realen Schmerz

Beim folgenden Text handelt es sich um eine Zusammenfassung der Veröffentlichung:

http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/broken-hearts-really-hurt.html#hide

„Ein gebrochenes Herz zu haben“ – das ist mehr als eine Methapher.Sozialer Schmerz und physicherSchmerz haben viel gemeinsam, meint Naomi Eisenberger von der University of California-Los Angeles. Forschungen zu Gemeinsamkeiten zwischen körperlichem und sozialem Schmerz kommen zu dem Ergebnis, dass die Gehirnaktivität von Menschen, die soziale Ablehnung spüren (z.B. Ausschluss aus sozialen Gruppen, beim Sport als letzter Gewählt zu werden…), ähnlich den Gehirnaktivitäten von Menschen sind, die körperliche Schmerzen haben. Körperliche und soziale Schmerzen werden zum Teil in den gleichen Regionen des Gehirns verarbeitet. Körperlicher Schmerz hat zwei Aspekte: die sensorische Erfahrungdes Schmerzes und die emotionale Komponente, d.h. wie schlimm oder quälend das Gehirn den Schmerz wahrnimmt. Die emotionale Komponente ist der des sozialen Schmerzes gleich. Dabei zeigt sich, dass Menschen, die empfindlicher auf körperliche Schmerzen reagieren, auch empfindlicher für soziale Schmerzen sind. Zudem wurde in einer Studie festgestellt, dass sich Menschen, nachdem sie drei Wochen lang das SchmerzmittelTylenol (Paracetamol) eingenommen hatten, weniger verletzt fühlten als Menschen, die ein Placebo bekommen hatten. Dennoch rät Eisenberger dazu, soziale Schmerzen nicht mit Schmerzmitteln zu betäuben. “I think it’s probably there for a reason—to keep us connected to others. If we’re constantly numbing the feeling of social rejection, are we going to be more likely do things that get us rejected, that alienate us?” * Es könnte aber auch Fälle geben, wo der soziale Schmerz einfach zu groß ist. Zukünftige Studien könnten untersuchen, ob man ihn manchmal behandeln sollte. Die Forschung bestätigt somit die verletzten Gefühle von Menschen, die sozial abgelehnt werden. Allerdings scheinen manche Menschen körperliche Schmerzen ernster zu nehmen als soziale Schmerzen. Während Außenstehende Verständnis dafür haben, dass körperliche Schmerzen wehtun und Menschen sehr einschränken können, haben sie nicht immer das gleiche Verständnis für Menschen, die unter sozialen Schmerzen leiden. Aber die Forschung zeigt, dass das Gefühl von Schmerzen, das wir haben, wenn wir abgelehnt und ausgeschlossen werden, real ist.



* Ich glaube, wahrscheinlich gibt es diese Art von Schmerzen aus gutem Grund – um uns mit anderen in Verbindung zu halten. Wenn wir das Gefühl sozialer Ablehnung immerzu betäuben, würden wir dann nicht öfter Dinge tun, für die uns Leute ablehnen, die uns von anderen entfremden?